Mittwoch, 24. Juli 2024

Was bleibt am Ende

Wie immer steht hier mein Eindruck über die vergangenen Tage, diesmal sogar mit etwas mehr Abstand. Beim Projekt Vinschgau3000 hat mich irgendetwas körperlich niedergestreckt. Dies ist auch der Grund, weshalb ich bei der letzten Tour, welche auch ich noch nicht kannte, nicht dabei war.

Also, der AlpenCross war sehr anstrengend und extrem fordernd. Auch nix Neues; eigentlich. Jedoch in diesem Jahr durch die Murenabgänge und die Schneemengen am Eisjöchl doch EXTREMER. Wir werden älter und es macht ja immer die Summe der Dinge aus. Ein Plattfuß an einem lockeren Tag läßt einen die Schulter zucken, während an einem 12-Stunden Vollgas-Tag am Ende die Zeit aus geht. Ganz zu Schweigen von einem Platten bevor es überhaupt los geht, zumal als Betroffener schon seit Tagen der Kampf gegen einen Magen-Darm-Infekt für Anspannung sorgt. Mein sich lockernder Pedalarm ab Tag 5, welcher bei jeder Kurbelumdrehung akustisch die Frage stellt, ob er die Tour durchhält. Lustig unfahrbare und unsinnige Steigungen, die Komoot beim Einbinden einzelner Unterkünfte noch hinzu gefügt hat. Und dann das KNIE, hier offensichtlich hat es ohne Einschränkung durchgehalten - Toll ! Eigentlich war Vinschgau3000 geboren, weil Bikergirli wieder den Stilfserjochlauf machen wollte, gell - Schniff. Am Ende war ICH dann kaputt ...

Wir haben durchgehalten - zusammen - noch mehr Toll ! Und was vielleicht für die gemeinsame Zukunft unserer Touren am Tollsten wäre. Wenn die Planung endlich mal etwas mehr Luft für GENUSS schaffen würde, ja das sehe ich als Aufgabe und Ziel (jeweils auch mit einem "Toll" davor).

Das Wetter war mal wieder tatsächlich besser als befürchtet, 3 Stunden im Regen fahren konnte auch ich aushalten. Die Unterkünfte waren alle in Ordnung bis hin zu überraschend nett oder auch nur gut.

Gefahren sind wir 500 Kilometer und 14.870 Höhenmeter - einiges davon zäh und zehrend

Abschied in Ulm - ich war nicht dabei, ich saß kaputt im anderen Auto direkt heim

Ich wollte mich da nicht mit rein retuschieren, es war ja anders. Ich war gefrustet und platt ...

Passendes Foto, auch wenn´s schon im Blog ist.

Ach und auch dieses Mal ganz wichtig:

Nach dem ALPENCROSS ist vor dem ALPENCROSS

DANKE fürs Mitfahren, Mitleiden und MIT DABEI SEIN

Auch lieben DANK an den Busfahrer und das Bayernmännle und den Fred.


Vinschgau3000 Tag2

Von der Dreisprachenspitze abwärts zum Umbrail-Pass
Auf einem Stück alter Militärstraße
Dieser Militärstraße führt schon auf der Schweizer Seite
500 Höhenmeter gehts vom Passo Umbrail hier herauf
Das letzte Stück scheint ziemlich zur Sache zu gehen
Dem Bike-Träger wird der Weg gesäumt

Sieht ja wie ein gemütliches Urlaubsplätzchen aus

Endlich oben, am Piz Umbrail

Piz Umbrail 3032m

Wer staunt da mehr, die Rakete, oder der Driver ?

Dann geht es wieder abwärts

Die Wolken sehen nicht so richtig gut aus

Im Hintergrund der Lai da Rims

So hier ist es flowig

So ganz breit sind die Wege hier nicht

Ne gemütliche Pause, der Himmel ist doch ganz blau

Oh, nun sieht der Himmel aber ganz anders aus
Den Rest gibt es wohl in Regenklamotten